Der Burgstall liegt auf dem Buschelberg südöstlich von Schalkshofen, am östlichen Höhenrand des Roth-Tales. Früh- oder hochmittelalterlich. Das abgerundete Ende einer Bergzunge ist durch einen tiefen Halsgraben von der anschließenden Hochfläche herausgeschnitten; ringsum an den Hangseiten Terrassen in Fortsetzung des Grabens. Im Nordwestteil des Plateaus etwa runde Mulde (von Materialaushub oder ehemaligen Turmfundament?).

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Blick von Westen auf den Burgberg.

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Halsgraben zur östlichen Hochfläche.

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Materialaushub oder ehemaliges Turmfundament?

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Quelle:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen

Der Burgstall liegt auf einer Bergzunge, dem sogenannten Schlossberg südöstlich oberhalb der Kirche. Etwa dreieckiges Plateau, auf der Ostseite durch tiefen Halsgraben von der Hochfläche abgetrennt. Der Graben läuft im Norden zum Ort hin aus; im Westen und Süden Steilhang. Auf der östlich anschließenden Hochfläche großes, etwa trapezförmiges Plateau (ehemalige Vorburg) mit ansteigenden Rändern, am östlichen Ende flacher Graben.

Die Burg gehörte der Tradition nach den Grafen von Marstetten, etwa seit dem mittleren 12. Jahrhundert den sich ebenso nennenden Herren von Neuffen, die durch Heirat die Grafschaft geerbt hatten (1170 Berthold von Neuffen auf Buch erwähnt) und in der 2. Hälfte des 13. Jahrhundert ihren Sitz in Weißenhorn nahmen. Die Herrschaft Buch teilte das Schicksal der Herrschaft Weißenhorn: sie fiel 1342 nach Aussterben der Herren von Weißenhorn an Bayern, das sie lange verpfändete (u. a. 1376-1473 an die Rechberg), wurde 1504 von Kaiser Maximilian I. in Besitz genommen und 1507 an Jakob Fugger verpfändet, seitdem fuggerisch. Die Burg brannte im 15. Jahrhundert aus; Herzog Ludwig der Reiche von Bayern-Landshut schickte um 1473 Baumeister zur Besichtigung des Burgstalls, doch erfolgte kein Wiederaufbau. Zum Bau des Kapuzinerklosters in Weißenhorn 1667 schenkte Graf Albert Fugger eine Menge Steine von der Ruine, die noch auf dem rechten Seitenaltarbild von 1715 in der Bucher Pfarrkirche abgebildet ist.

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Blick auf den Burgberg von Süden.

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Tiefer Graben zwischen Haupt- und Vorburg.

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Blick vom Plateau der Hauptburg in den Graben zur Vorburg.

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Plateau der Hauptburg.

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Quelle:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen

Burgstall "Münchsburg"

Der Burgstall liegt etwa 150 m westlich der Alten Gottesackerkapelle auf einem spornartigen Vorsprung des östlichen Illertalrandes. Nach Osten durch (zum Teil verflachten) Halsgraben von der Hochfläche abgetrennt, dem zwei weitere, kurze, halbkreisformige Gräben vorgelagert sind. Kegelförmiges Plateau mit Steilabstürzen nach drei Seiten, besonders nach Westen und Norgen.

Auf dem Burgberg stand desweiteren die ehemalige Kapelle St. Meinrad (gegründet wohl im 11. Jahrhundert). 1719 Neubau mit drei Altären. Um 1750 eingestürzt und nicht wiederhergestellt.

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Blick von Osten auf den Burgberg mit davorliegendem Halsgraben.

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Das Burgplateau.

 

 

Alte Gottesackerkapelle (St. Sebastian und Rochus) mit ehemaligen Pestfriedhof

Etwa 700 m südlich von Illereichen auf der Hochfläche über dem Illertal gelegen. Längsrechteckiger Bau mit Satteldach.

Die Zahl 1602 im Ostgiebel gibt sicher das Erbauungsjahr an. Die Stilformen weisen jedenfalls in diese Zeit. Der Friedhof, im frühen 17. Jahrhundert als Pestfriedhof angelegt (die Kapelle ist den Pestheiligen geweiht), ist seit etwa 1710, als der Friedhof um die Kirche außer Gebrauch kam, Pfarrfriedhof, seit der Anlage des neuen Friedhofs in Illereichen 1920 nicht mehr in Benützung.

Südwestlich der Kapelle am Südrand des ehemaligen Friedhofs, das Beinhaus aus dem Jahr um 1600.

In der Südostecke des ehemaligen Friedhofs eine Kerkerkapelle, wohl ebenfalls um 1600 erbaut.

Der Friedhof wurde einst durch eine Friedhofsmauer umgeben. An der Westseite des ehemaligen Friedhofs überwachsene Reste erkennbar.

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Links im Bild das Beinhaus zu sehen.

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An der Ostwand die Jahreszahl 1602 zu erkennen.

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Überreste eines Freskos in der Gottesackerkapelle (ein Kreuz ist zu erkennen).

 

 

Quelle:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen, 1967

Der Burgstall "Schlösslesberg" liegt südwestlich vom Ort am Osthang des Günztales. Wohl früh- bis hochmittelalterlich und früh abgegangen (der Ort war seit dem Mittelalter mit der Herrschaft Kettershausen verbunden). 1296 ein Ritter Ludewicus de Morenhusen erwähnt.

Rundes Plateau, auf drei Seiten durch sehr tiefen Graben aus der Hochfläche herausgeschnitten. Darauf steht die 1935 erbaute Kapelle zum hl. Bruder Konrad.

Entstehung der Bruder-Konrad-Kapelle

Vor Baubeginn war der Burgberg von Gestrüpp überwuchert. Als mit den Arbeiten begonnen wurde, fand man zwei alte rostige Schwerter, eine Lanze und einige alte Dachziegel. Der Bau der Kapelle war sehr mühsam, da zu dieser Zeit noch keine Brücke über den Burggraben führte. Das Baumaterial stammte von der Kirche Zaiertshofen, das beim Abriss der Kirche angefallen und noch brauchbar war. Mit Pferdefuhrwerken wurde es nach Mohrenhausen gebracht. Mit Schubkarren, die von einer Person geschoben und von einer weiteren mittels eines Seils gezogen wurden, wurde das Baumaterial durch den Burggraben nach oben geschafft.

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Blick von Süden auf den Burgberg.

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Eine Brücke führt über den Halsgraben auf den Burgberg.

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Blick in den Graben.

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Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen, 1967

Informationsheft erstellt von Karin Sonntag für die Brauchtumsfreunde Mohrenhausen e.V., 2017