Etwa 1 Kilometer nördlich von Winzer aus dem Rand des westlichen Mindelhochufers 60 m über dem Talgrund an einem Vorsprung durch einen halbkreisförmig Graben von ca. 25 m Radius ein kleines Plateau herausgeschnitten; steiler Abfall nach Osten. Der bis zu 3 m tiefe und bis 6 m breite Graben wird in der nördlichen Hälfte von einem Randwall begleitet. Von Westen her gelangt man über eine kleine Erdbrücke in das Innere der Anlage.

Ortsadel von Winzer 1067 erwähnt. Burg wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört (doch lag sie damals wohl an einer anderen Stelle, näher beim oder im Ort).

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Blick auf das Plateau mit Graben davor.

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Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Krumbach - 1969

Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Band VII.91/1

 

 

Burgstall "Münchsburg"

Der Burgstall liegt etwa 150 m westlich der Alten Gottesackerkapelle auf einem spornartigen Vorsprung des östlichen Illertalrandes. Nach Osten durch (zum Teil verflachten) Halsgraben von der Hochfläche abgetrennt, dem zwei weitere, kurze, halbkreisformige Gräben vorgelagert sind. Kegelförmiges Plateau mit Steilabstürzen nach drei Seiten, besonders nach Westen und Norgen.

Auf dem Burgberg stand desweiteren die ehemalige Kapelle St. Meinrad (gegründet wohl im 11. Jahrhundert). 1719 Neubau mit drei Altären. Um 1750 eingestürzt und nicht wiederhergestellt.

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Blick von Osten auf den Burgberg mit davorliegendem Halsgraben.

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Das Burgplateau.

 

 

Alte Gottesackerkapelle (St. Sebastian und Rochus) mit ehemaligen Pestfriedhof

Etwa 700 m südlich von Illereichen auf der Hochfläche über dem Illertal gelegen. Längsrechteckiger Bau mit Satteldach.

Die Zahl 1602 im Ostgiebel gibt sicher das Erbauungsjahr an. Die Stilformen weisen jedenfalls in diese Zeit. Der Friedhof, im frühen 17. Jahrhundert als Pestfriedhof angelegt (die Kapelle ist den Pestheiligen geweiht), ist seit etwa 1710, als der Friedhof um die Kirche außer Gebrauch kam, Pfarrfriedhof, seit der Anlage des neuen Friedhofs in Illereichen 1920 nicht mehr in Benützung.

Südwestlich der Kapelle am Südrand des ehemaligen Friedhofs, das Beinhaus aus dem Jahr um 1600.

In der Südostecke des ehemaligen Friedhofs eine Kerkerkapelle, wohl ebenfalls um 1600 erbaut.

Der Friedhof wurde einst durch eine Friedhofsmauer umgeben. An der Westseite des ehemaligen Friedhofs überwachsene Reste erkennbar.

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Links im Bild das Beinhaus zu sehen.

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An der Ostwand die Jahreszahl 1602 zu erkennen.

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Überreste eines Freskos in der Gottesackerkapelle (ein Kreuz ist zu erkennen).

 

 

Quelle:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen, 1967

Der Burgstall "Schlösslesberg" liegt südwestlich vom Ort am Osthang des Günztales. Wohl früh- bis hochmittelalterlich und früh abgegangen (der Ort war seit dem Mittelalter mit der Herrschaft Kettershausen verbunden). 1296 ein Ritter Ludewicus de Morenhusen erwähnt.

Rundes Plateau, auf drei Seiten durch sehr tiefen Graben aus der Hochfläche herausgeschnitten. Darauf steht die 1935 erbaute Kapelle zum hl. Bruder Konrad.

Entstehung der Bruder-Konrad-Kapelle

Vor Baubeginn war der Burgberg von Gestrüpp überwuchert. Als mit den Arbeiten begonnen wurde, fand man zwei alte rostige Schwerter, eine Lanze und einige alte Dachziegel. Der Bau der Kapelle war sehr mühsam, da zu dieser Zeit noch keine Brücke über den Burggraben führte. Das Baumaterial stammte von der Kirche Zaiertshofen, das beim Abriss der Kirche angefallen und noch brauchbar war. Mit Pferdefuhrwerken wurde es nach Mohrenhausen gebracht. Mit Schubkarren, die von einer Person geschoben und von einer weiteren mittels eines Seils gezogen wurden, wurde das Baumaterial durch den Burggraben nach oben geschafft.

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Blick von Süden auf den Burgberg.

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Eine Brücke führt über den Halsgraben auf den Burgberg.

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Blick in den Graben.

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Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Illertissen, 1967

Informationsheft erstellt von Karin Sonntag für die Brauchtumsfreunde Mohrenhausen e.V., 2017

 

Östlich vom Dorf stand früher am Wege von Roggenburg nach Rennertshofen der Einzelhof Frankenhofen. Da der Bauer dieses Hofes im Bauernkrieg 1525 zu den Rädelsführern zählte, wurde er nach dem Zusammenbruch des Aufstandes in Illertissen hingerichtet. Der Hof wurde den Erdboden gleichgemacht und die Felder in Einzelstücken an die Bewohner von Meßhofen und Ingstetten vergeben.

 

Meßhofen

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Quelle:

www.roggenburg.de