An einer nach Westen abfallenden Geländekante befindet sich ein Burgstallareal von ca. 60-70 Meter, das nach Osten und Süden gegen das überhöhte Vorgelände durch einen breiten, 6-8 Meter tiefen Graben abgetrennt ist. Die Westseite an der Hangkante ist durch einen Doppelwall (Höhe bis 1 Meter) mit dazwischen liegendem Graben befestigt. Im östlichen Bereich der Innenfläche erhebt sich ein steil geböschter, etwa 9 Meter hoher Sandkegel mit einem schmalen 25 Meter langen Plateau. Die Anlage ist teilweise durch Sandabbau beeinträchtigt.

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Blick vom östlichen Vorgelände über den steilen Burggraben auf den Burgkegel.

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Westlicher Blick auf den 9 Meter hohen Sandkegel.

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Schmales Plateau des erhöhten Burgkegels.

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Blick vom Burgkegel auf das Burgareal.

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Blick über das Burgplateau, am Rande ist ein ca. 1 Meter hoher Wall zu erkennen. Dahinter steil abfallender Hang bzw. Graben.

 

 

 

 

Quellen:

Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Band VII.91/1

Auf dem Schlossberg, ca. 750 Meter südlich vom Weiler auf einem nach Norden gerichteten Vorsprung des westlichen Mindelhochufers gelegen. Zwei flache Halsgräben schneiden die vorderste Bergspitze als Areal für die ehemalige Hauptburg und Vorburg zum Hinterland ab. Zu den restlichen drei Seiten steile Abhänge.

Vermutlich Sitz der Schwinkrist, einer um 1200 erwähnten Adelsfamilie. 1381 - 1413 war Margaretha Schwinkristin Äbtissin von Edelstetten. 1413 wird der "Berg zu Hagenried" als "Schwenkherischberg" erwähnt, 1503 als "Schwingkreistsbuhel" (damals wohl schon Burgstall).

 

Sage zu "Die Burg zu Schreckenstein"

Zwischen Oberrohr und Hagenried grüßt der waldumrauschte "Schlossberg" ins Mindeltal. Hier stand vor vielen Jahrhunderten eine gar mächtige Burg, von der heute lediglich der Name "Schlossberg" und noch gut erkennbare Teile des Wallgrabens  zeugen. Einst saß hier der gefürchtete Ritter Otto von Schreckenstein, der wahrlich seinen Namen alle Ehre machte ud durch seine Untaten weithin Schrecken verbreitete. Die Bauern stöhnten unter der Gewaltherrschaft und genug Kaufleute verschmachteten elend im Burgverlies. Als der Raubritter Frevel auf Frevel gehäuft, brach auch über ihn Gottes Strafgericht herein. Die Burg versank mit ihrem unchristlichen Herrn eines Tages so tief, dass man keinen Stein mehr fand.

 

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Die Anlage lag auf einen Bergsporn zwischen dem Mindeltal und einen kleinen Seitental. Hier Blick in das Seitental. Rechts oben liegt der "Schlossberg".

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Steiler Anstieg auf den "Schlossberg".

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Gut erkennbarer Graben zwischen dem Hinterland und Vorburg.

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Blick auf den Zugang zur Hauptburg, davor ebenfalls ein Halsgraben.

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Plateau der Hauptburg.

 

 

 

Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Krumbach - 1969

 

Quelle Sage:

Sagen aus dem Landkreis Krumbach und seiner Umgbung, 2. Auflage 1985

Auf einen nach Westen gegen das Kammlachtal gerichteten Geländerücken liegt ein zweigliedriger Burgstall. Der steil geböschte Kegel der künstlich überhöhten Hauptburg im Westen hat ein Plateau von 30 Metern Länge und 20-30 Metern Breite.Es fällt von Osten nach Westen um etwa 2 Metern ab. Trotz der ausgeprägten Spornlage, ist die Hauptburg von einem umlaufenden Graben umgeben. Das anschließende etwa quadratische Vorburgareal (55x55 Meter) ist durch einen kräftigen, 4 Meter tiefen Graben abgetrennt. Im Osten und Norden wird die Vorburg durch einen Wall mit vorgelagertem Graben geschützt. Im Süden fehlt eine Bewehrung der Vorburg.

Die Ritter von Haslach (Ministerialen der Herren von Neuburg) sind von 1185 - 1331 erwähnt.

 

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Topographischer Plan des Burgstalls, Flur "Schlossberg"

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Ansicht aus Westen auf den Kegel der Hauptburg mit umschließenden Graben.

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Ansicht von der Vorburg auf die Hauptburg. Dazwischen ein tiefer Graben.

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Ansicht von der Hauptburg auf das Plateau der Vorburg.

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Im Osten und Norden wird die Vorburg durch einen Wall geschützt.

 

 

 

Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Krumbach - 1969

Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Band VII.91/1

Auf einem nach Westen gerichteten Geländevorsprung, 50 Meter über dem Kammeltal, erhebt sich ein künstlich überhöhter Burgkegel, mit einem rechteckigen Plateau (ca. 34x27 Meter) der von einem fast kreisrunden Graben umgeben ist. Im Nordosten des Plateaus ist ein schwacher Randwall erhalten. Der Graben ist durch Materialentnahmegruben, Halden und Wegerinnen unterschiedlich stark gestört.

Vermutlich Sitz des Ortsadels von Billenhausen (vom späten 12. bis in die 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts erwähnt). Vielleicht in den Kämpfen zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen um 1325 zerstört.

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Blick von Norden auf den Burgkegel, umgeben von einem breiten Graben.

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Künstlich aufgeschütteter Burgkegel.

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Sicht auf das Burgplateau.

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Quellen:

Heinrich Habel - Landkreis Krumbach - 1969

Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Band VII.91/1